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Nordsee-Urlaub-Magazin

Sprünge über dem Meer
© Oleg - Fotolia.com
Die Nordsee zieht nicht nur Badeurlauber und Strandliebhaber an – auch Sportler machen sich mitunter auf lange Wege, um an die Küste zu eilen. Zum Beispiel, wenn die Windvorhersage vielversprechend ist. Vor allem die Kiter, also diejenigen, die per Board und Lenkdrachen auf die Wellen wollen, scheuen offenbar keine Entfernungen. Fabian Bertschat, Betreiber der Kite- und Windsurfschule Windloop in Neuharlingersiel kennt das nicht anders: „Kiter kommen explizit hierher, aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz – 1000 Kilometer sind nichts für die“, erzählt der 34-Jährige. Ein kurzer Anruf am Vorabend, und am Morgen stehen die Sportler vor seiner Tür. Immerhin: Die Anschaffung der Ausrüstung ist nicht ganz billig und Bertschat hält stets die neuesten Modelle zum Ausleihen vor, Teil seiner Geschäftsstrategie.

Bertschat ist selbst begeisterter Kiter und bietet mit seinem Team auch Kurse an. Einigermaßen fit sollte man körperlich schon sein, erklärt er. Immerhin sei das Kitesurfen bis vor ein paar Jahren noch eine Extremsportart gewesen. „Seit 2006 etwa ist es aber langsam zum Trendsport geworden, auch weil die Sicherheitsvorkehrungen sich stark verbessert haben“, schildert er. Wer Gelegenheit hat, Kiter auf der Nordsee zu beobachten, kann das nur hoffen: Hohe Geschwindigkeiten und teils meterhohe Sprünge wirken so spektakulär wie gefährlich.

Anders beim Windsurfen: Die Sportart hat sich längst durchgesetzt und kann auch von weniger athletischen Menschen angegangen werden. Bertschats Windsurf-Schüler kommen meist aus der Küstenregion, oft sind es Urlauber, die den Sport ausprobieren wollen.

Windloop leistet sich übrigens noch eine Besonderheit: „Wir haben ein eigenes Boot, um hinterherzufahren, wenn etwas los ist“, berichtet der Kitelehrer. Wenn es also darum gehe, einen Surfer wieder reinzuholen, der aus eigener Kraft nicht mehr an Land komme. Wenn Wind und See gefährlich werden, spaziert der Chef - ein geborenes Küstenkind - auch selbst schon mal bei den Surfern vorbei, die sich gerade ins Abenteuer stürzen wollen. „Wenn ich dann sage, ‚heute sieht‘s gefährlich aus, ich würde da nicht rausfahren‘, überlegen sich die Leute das schon noch mal.“ Der Mann weiß, wovon er redet – zweimal hat ihn der Sport schon ins Krankenhaus gebracht. Seiner Begeisterung hat das aber offenbar keinen Abbruch getan.

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