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Die einzigartige Vielfalt der Natur erleben

Die Nordsee, das Wattenmeer und die Binnenlandschaften bieten pflanzlichen „Bewohnern“ herausfordernde Lebensbedingungen. Das oft tosende Meer und die stürmischen Winde verlangen nach Überlebenskünstlern. Das brachte besondere Lebensarten hervor, die auch unter diesen rauhen Bedingungen lebensfähig sind.

 

Queller

QuellerSie gilt als eine der wenigen Wattbewohner, die sich bis kurz unter die Hochwasserlinie, weit ins Watt hinein "traut" und dort die "Quellerzone" bildet. Sie ähnelt in ihrem Erscheinungsbild einem Kaktus und ist, während der nur kurzen Lebensdauer von ca. 6 Monaten, von April bis Oktober zu sehen. Dabei wechselt der Queller die Farbe seiner Blätter von Grün auf Rot, was auf den stetigen Anstieg des Salzgehaltes innerhalb der Pflanze zurückzuführen ist. Dies kann der Wattbesucher auch schmecken, wenn er ein kleines Stück vom Queller probiert. Längst hat diese Eigenschaft dem Queller zum Einzug in die moderne Küche verholfen, wo er z. B. als salzige Salatbeigabe gereicht wird.


Blasentang

BlasentangDer Blasentang besitzt wie alle Algen keine Blätter und Wurzeln, sondern besteht aus dem verzweigten Thallus und einer Haftplatte. Der Thallus ist 10 - 30 cm lang und olivgrün bis braun-schwarz gefärbt. Die mit Sauerstoff und gasgefüllten Blasen sorgen dafür, dass die Alge im Wasser aufrecht steht.


Strandhafer

StrandhaferEiner der wichtigsten Helfer des Küstenschützers ist der Strandhafer. Dieser hält mit seinem langen und verzweigten Wurzelwerk den Dünensand fest. Seine langen Halme fangen den vom Wind getragenen Sand auf und lagern ihn an, was zu einem fortwährenden Dünenwachstum führt. Dies ist vor allem wichtig für die Sturmflutsicherung auf den Inseln im Nationalpark, welche auf den Erhalt dieser Schutzdünen angewiesen sind.



Darmtang

Grüne Büschel von fädigen oder blattförmigen Algen wachsen überall im Wattenmeer auf Muschelschalen und anderem Hartsubstrat. Sie können schlauch- oder bandförmig, glatt oder schraubig, fädig oder verzweigt sein. Trotz dieser Vielgestaltigkeit gehören sie überwiegend zu einer einzigen Algengattung, dem Darmtang.


Stranddistel

StranddistelAn den Küsten Europas trifft man diese sehr selten gewordene Dünenpflanze an. In Niedersachsen findet man sie nur noch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, vor allem auf der Insel Spiekeroog. Die Wurzeln der Stranddistel wachsen bis zu zwei Meter tief in den Dünensand. Ihre stacheligen Blätter schimmern grau-grün und die Blütendolden leuchten amethyst-blau.



Die verschiedenen Moorgebiete

Die verschiedenen Moorarten werden nach ihrer Entstehung unterschieden. So entstehen Niedermoore aus verlandeten Seen und Hochmoore aus großen Niederschlagsmengen, daher auch oft Regenmoor genannt. Hochmoore sind typisch für unsere Region. Dabei wächst ein Hochmoor ca. 1 mm im Jahr und da keine Verbindung zum Grundwasser besteht, werden diese Moore ausschließlich vom Regenwasser "genährt".


Ewiges Meer

Ewiges MeerZwischen Aurich und Westerholt liegt inmitten des Naturschutzgebietes "Ewiges Meer" das "Große Moor". Auf einem ca. 1,8 km langen Rundweg können sich die Besucher auf einem Lehrpfad mit vielen Infotafeln umfassend über dieses wunderschöne Hochmoor informieren. Besonders im Wandel der Jahreszeiten und bei Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergängen gibt diese Landschaft ein einmaliges Bild ab.



Bourtanger Moor

Im deutsch-niederländischen Grenzgebiet befindet sich das Bourtanger Moor. Die heute noch ca. 217 km² große Fläche ist der Rest eines ehemals weitaus größeren Hochmoores, welches jedoch durch intensiven Torfabbau stark dezimiert wurde. Jedoch stellt die Bourtanger Moorfläche immer noch eine der größten zusammenhängenden Hochmoorfläche Nordeuropas dar. Im Naturpark "Bourtanger Moor" wird der Besucher über zahlreiche Rad- und Wanderwege auf eine spannende Zeitreise geschickt, auf welcher die Lebensweisen der ersten Moorbewohner aufgezeigt werden.


Wiesmoor

Der Ortsname "Wiesmoor" ist eng mit dem hier befindlichen Hochmoorgebiet verknüpft. Dieses war Bestandteil des Ostfriesischen Zentralhochmoorgebietes und tauchte 1778 erstmal auf einer Karte auf. Das Torfmuseum bietet dabei die Gelegenheit einen Einblick in das Leben der einstigen Torfarbeiter zu nehmen, die bis zur Stilllegung der Torfproduktion 1964, hier arbeiteten. Am Ottermeer liegt das künstlich angelegte Hochmoorgebiet und lädt zum Baden und Kanufahren ein.

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