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» Typisch Ostfriesland
Die ostfriesischen Besonderheiten
Mühlen in Ostfriesland - Vergangenheit hautnah
1424 drehte die erste Windmühle Ostfrieslands (in Esens) erstmals ihre Flügel im Wind. Seit dem wurden bis zum Jahr 1900 etwa 173 weitere Mühlen in Ostfriesland gebaut. Die meisten noch erhaltenen Mühlen erfüllen nicht mehr ihren Zweck des Mehl mahlens, sondern wurden zu Cafés, Bildergalerien, Museen oder Herbergen umgebaut. Für Urlauber bietet ein Besuch die Möglichkeit, die historischen Bauwerke zu erkunden, Land und Leute kennen zu lernen und hautnah die Geschichte Ostfrieslands zu erleben.
Besuchen Sie beispielsweise die Mühlen in Aurich, Dornum, Esens, Großefehn, Marienhafe, Norddeich, Uplengen, Werdum und Wittmund.
Leuchttürme - "Highlights" der Küste
Verteilt an der ganzen Nordseeküste finden sich Leuchttürme in allen Variationen. Zur Schifffahrt werden sie nicht mehr gebraucht, aber zum Ansehen, Besichtigen, Wohnen oder Heiraten finden sie heute ihre Verwendung. Z. B. können Sie besuchen: Borkum (Alter, Großer und Kleiner Leuchtturm), Dangast (Arngaster Leuchtturm), Emden (Westmolen Feuer), Krummhörn/Greetsiel (Leuchtturm in Campen, Leuchtturm in Pilsum), Norderney (Leuchtturm Seefeuer) und Wangerooge (Alter und Neuer Leuchtturm, Westleuchtturm). Ein Besuch lohnt sich für die ganze Familie!
Burgen und Schlösser an der Nordsee
"Eala frya Fresena - seid gegrüßt, freie Friesen!" Dieser Spruch findet sich (unter den 6 Wappen der einflussreichsten Häuptlinge) auf dem Wappen Ostfrieslands wieder und erinnert an die Zeit der Häuptlinge (ab dem 14. Jahrhundert) . Aus dieser und späterer Zeit sind zahlreiche Burgen und Schlösser in Ost- und Friesland erhalten geblieben, die zum Teil besichtigt werden können, zum Teil aber auch in Privatbesitz sind. Besuchen können Sie beispielsweise das Schloss Jever, in dem das Schlossmuseum untergebracht ist, das Schloss in Dornum (Norderburg) oder die Manningaburg in Pewsum. Für all jene denen eine Besichtigung noch nicht ausreicht, bietet die Burg Berum auch Ferienwohnungen an. Erleben Sie die historischen Kulturschätze Ost- und Frielands - für Geschichtsbegeisterte ein Muss!
Blaudruck zum Anfassen in Jever
Diese alte Drucktechnik für Leinen- oder Baumwollstoffe hat auch im norddeutschen Raum eine lange Tradition. Bereits vor 300 Jahren gab es in der Marienstadt Jever Blaudruckerei-Werkstätten. Diese wurden jedoch im Zuge der Industrialisierung vom Markt verdrängt. Die Schätze und Rezepturen vergangener Zeiten können aber noch heute bestaunt werden. In der Blaudruckerrei im Kattrepel 3, wird diese alte Handwerkstradtion immer noch fortgeführt. Dort kann man dem Blaudrucker "über die Schulter" schauen und fertige Exemplare käuflich erwerben. Informationen gibt es unter: www.blaudruckerei.de
Die Teezeremonie
Wer Ostfriesland besucht kommt nicht an dem heiß aromatischen Getränk vorbei, welches schon im frühen 17. Jahrhundert importiert wurde und um 1720 auch im Handel Einzug hielt. Dabei trotzte die ostfriesische Bevölkerung tapfer den damals zahlreich ausgesprochenen Teetrinkverboten und setzte die "Teetied" als fest verankertes Kulturgut durch. Heute wird in Deutschland nirgendwo so viel Tee getrunken wie in Ostfriesland. Eine typisch Ostfriesische "Teetied" beginnt mit einem kleinen Schluck kochenden Wassers, mit welchem man eine Porzellankanne befüllt. Nach ca. 2-3 Minuten wird die Kanne wieder entleert. Die Kanne ist so vorgewärmt. Jetzt kommt der Tee ins Spiel. Ca. 3-4 Teelöffel pro Kanne dürfen es schon sein. Auf dieses "Teebett" gießt man solange sprudelnd kochendes Wasser bis die Porzellankanne zu einem Drittel gefüllt ist. Nach zwei Minuten Wartezeit füllt man die Kanne ganz auf. Die Teezubereitung ist nun trinkfertig und wird auf einem Stövchen abgestellt und so warm gehalten. Auf einen mit Kluntje bedeckten Teetassenboden schenkt man den Tee durch ein Sieb ein. Mit flüssiger Sahne "krönt" man den Tee mit dem sogenannten "Wölkchen" und genießt diesen Schluckweise und als Gast mindestes drei Tassen lang.
Ostfriesenabitur
Sie wollten schon immer wissen, wie die typischen Ostfriesen ticken? Den besonderen Charakter Ostfrieslands mit all seinen Sitten und Gebräuchen kennenlernen? Dann ist das Ostfriesen-Abitur genau das Richtige für Sie! Im ersten Teil testen Sie Ihr Geschick in verschiedenen Prüfungsfächern wie z.B.: Straßenweitboßeln, Straßenzielboßeln, Kuhmelken und Plattdeutsch sprechen. Im zweiten Teil lernen Sie die ostfriesische Trinkfestigkeit in Sachen "Tee" kennen (traditionelle Tee-zeremonie),prüfen Ihr Wissen in der Ostfriesland-Kunde und können dann beim Krabbenpulen Ihr Können unter Beweis stellen. Zum krönenden Abschluss werden Ihre Mühen natürlich auch belohnt: Alle Absolventen erhalten ein Abiturzeugnis mit dem sie sich sehen und feiern lassen können. Informationen erhalten Sie bei der Tourist-Information Wittmund: Tel 04462 / 983-150 oder unter www.wittmund.de
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