 Die Lange Anna ist das Wahrzeichen der
Felseninsel. |
Es gibt viele Inseln an der deutschen
Nordseeküste, aber keine
von ihnen ist mit Helgoland zu vergleichen.
Rund 70 Kilometer vom
Festland entfernt, hebt sich der mächtige
rote Buntsandsteinfelsen mit grünem
Land aus dem Wasser und präsentiert
sich mit einer einmaligen
Flora und Fauna und einem milden,
vom nahen Golfstrom begünstigten
Hochseeklima.
Die autofreie Hochseeinsel gliedert
sich in Unter-, Mittel- und Oberland.
Ein Fahrstuhl verbindet das Unterland
mit dem Oberland, das aber auch
über die 182 bis 260 Stufen der drei
Treppen zu erreichen ist.
Mit der Fähre ist es für Besucher nur
ein Katzensprung zu der in Sichtweite
liegenden Düneninsel. Zwei Strände
laden zum Baden oder Spazierengehen
ein. Schwimmen ist ab dem Sommer
allerdings auch wieder auf der Hauptinsel
möglich. Dann soll das neue
Meerwasser-Freibad fertig sein.
Die Natur ist ein ganz besonderes
Kapitel auf dem roten Felsen, hat er
doch eine einzigartige Flora und
Fauna zu bieten. Da wäre zum Beispiel
der Lummenfelsen, das kleinste
Naturschutzgebiet der Welt und
Deutschlands einziger Vogelfelsen. Im
April wird Helgoland dort zur größten
„Entbindungsstation“ der Welt, wenn
mehr als 5000 Vogelpaare – Lummen,
Dreizehenmöwen, Eissturmvögel,
Basstölpel und Austernfischer – in der
Felswand ihre Gehege beziehen und
sich dem Brutgeschäft widmen.
Die einzige deutsche Hochseeinsel
hat ihren Besuchern aber nicht nur
Natur zu bieten. Die wechselvolle,
sehr interessante Vergangenheit Helgolands
erschließt sich zum Beispiel
bei einem Gang über den Themenweg
„Geschichte“, der mit Informationstafeln
über kleine und große historische
Ereignisse „gepflastert“ ist. Darüber
hinaus präsentiert das Museum in der
Nordseehalle Geschichte und Kultur
Helgolands. Sehr eindrucksvoll außerdem
die Führungen durch noch erhaltene
Teile der Bunkeranlage aus dem
2. Weltkrieg in den Tiefen des Felsens.
Einen Besuch wert ist auch das wissenschaftliche
Schauaquarium der Biologischen
Anstalt, in dem sich viele in
der Nordsee lebende Fische, Krebse
und Pflanzen
tummeln. Typisch
helgoländisch
sind die
malerischen,
denkmalgeschützten
Hummerbuden
am Hafen,
die inzwischen zu
einer bunten Flaniermeile
rund
um Kunst, Kultur
und Knieper umgewandelt
wurden.
Apropos flanieren
–
Helgoland gilt
nach wie vor
auch als Einkaufsparadies.
Zahlreichen
Geschäfte laden zum Bummeln
und Stöbern ein. Und da man
auf der Insel nach wie vor zollfrei einkaufen
kann, lässt sich dort so manches
Schnäppchen machen.
Anreise: Ab 31. März von Cuxhaven
mit dem Katamaran „Halunder Jet“.
Ab 28. April von Bremerhaven mit
der MS „Kloar Kimming“. Ab 1. Mai
von Cuxhaven mit der MS „Atlantis“
(Infos unter Telefon 0180/3202025;
www.helgoline.de). Ab 17. Mai von
Wilhelmshaven mit MS „Helgoland“
(Telefon 01805/180182; www.Helgolandlinie.de). |