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Nordsee-Urlaub-Magazin

VOM JADEBUSEN AN DEN DOLLART: EINE KÜSTENTOUR
© Frank Brüling
Wer die ostfriesische Halbinsel von einer ihrer schönsten Seiten kennenlernen möchte, sollte einmal die Küstenlinie vom Jadebusen bis zur Hafenstadt Emden erkunden.

Als idealer Startpunkt erweist sich hierbei der Ort Dangast, der vor allem an sonnigen Sonntagen zahlreiche Besucher anlockt. Nicht nur Motorradfahrer und Kunstfreunde werden angezogen von dem Badeort, der unter anderem durch den „legendären“ Rhabarberkuchen besticht, der im Kurhaus serviert wird. Der kleine Wald, der den Strand säumt, bildet gelegentlich die Kulisse für Bauern- und Kunsthandwerkermärkte, auf denen es vieles zu entdecken gibt. Lohnenswert ist auch ein Besuch im Franz Radziwill-Haus, welches als kultureller Anziehungspunkt weit über die Grenzen der Region hinaus Bekanntheit erlangte.

Weiter geht es, vorbei an der Jadestadt Wilhelmshaven, durch das Wangerland. Betagte Höfe und leuchtend gelbe Rapsfelder erblickt der Reisende auf seiner Tour, die ihn zunächst an den nordöstlichsten Zipfel der Region führt: Schillig. Hier lohnt sich stets eine Wanderung am Sandstrand, der von einer Dünenlandschaft flankiert wird, die auf dem (ost-) friesischen Festland ihresgleichen sucht. Auch die Aussicht lohnt sich: Containerschiffe, die von vielen auch gerne als „dicke Pötte“ bezeichnet werden, und auch die Inseln Mellum, Oldoog und Wangerooge sind vom Strand aus gut zu erkennen. Ein Ausblick, der zum Träumen und Gedankenschweifen-lassen einlädt.

Im Anschluss geht es weiter auf der Störtebekerstraße in westlicher Richtung. Durch das urige Friederikensiel und an Javenloch vorbei, gelangt man bald nach Carolinensiel. Hier sollte man unbedingt den idyllischen Museumshafen besuchen. Des Weiteren bietet sich eine gemütliche Fahrt mit dem Raddampfer „Concordia” an. Das Besondere an Carolinensiel sowie am benachbarten Harlesiel ist, dass man hier neben dem Museumshafen quasi noch zwei weitere Häfen findet. Denn die eine Seite des Fährhafens in Harlesiel befindet sich auf der Seite des Harlingerlandes, während die andere, östliche Seite auf Wangerländer Gebiet liegt. Als nächste Station steht Neuharlingersiel auf dem Programm: Das alte Fischerdorf mit seinem Sielhof, dem Sandstrand und dem malerischen Kutterhafen versprüht besonderes Flair. Frühmorgens machen sich Kutter wie die „Polaris” oder die „Gorch Fock” auf den (See-)Weg, um schmackhafte Meeresbewohner zu ergattern. An der Ostseite des Hafens findet man den Fähranleger, von dem aus man die „grüne Insel” Spiekeroog erreicht. Die Plattformen, welche die Hafeneinfahrt bilden, laden dazu ein, von hier aus Passagieren zuzuwinken.

Am Deich entlang, über Ost- und Westbense, ist man schnell in Bensersiel angekommen. Ein Gang durch das Strandportal, in dessen Obergeschoss oft Künstler aus der Region ihre Werke ausstellen, führt zum Strand, an dem man nicht nur gedankenverloren wandern oder Sport treiben kann. Der angrenzende Campingplatz erfreut sich großer Beliebtheit und ist demzufolge in der Saison schnell ausgebucht. Die Küstentour führt anschließend über Dornumersiel und Neßmersiel in Richtung Norddeich. Zuvor sollte man sich einen Zwischenstopp in Hilgenriedersiel gönnen. Hier hat man einen tollen Blick in Richtung Norderney und seinen Leuchtturm, dessen Schein nachts die Wolken über dem Eiland anleuchtet; dieses Lichtspiel erkennt man manchmal auch etwas weiter im Festland.

Verlässt man Norddeich, wo unter anderem viele Szenen des Krimis „Ostfriesenkiller” gedreht wurden, in Richtung Krummhörn, erblickt man nach einer Weile den markanten Pilsumer Leuchtturm, den man nicht nur aus den Otto Waalkes-Filmen kennt. Unverkennbar ist das Bauwerk, in dem man auch heiraten kann, aufgrund seiner rot-gelben Lackierung.

Ganz in der Nähe befindet sich das Rundwarfendorf Rysum. Hier „residiert” die Künstlerin Kriso ten Doornkaat, deren Atelier sich in einem alten Hof befindet. Als besonderes Highlight des Krummhörner Dorfes ist der alljährliche Bauernmarkt, bei dem sich ein Einblick in alte Gehöfte und ihre Scheunen anbietet.

Letzte Station der Tour ist die Seehafenstadt Emden. Ein Spaziergang am Delft und ein Abstecher ins „Otto-Huus” lohnen ebenso wie eine Hafenrundfahrt. Die „Matjestage” stehen auf dem Veranstaltungskalender der Stadt ganz oben. Der dazugehörige „Matjeslauf” lockt bei jeder Ausgabe viele tausende Laufsportler an.

Am Ende der langen Küstentour versteht man den Sinn eines Hannes Flessner-Songs noch sehr viel besser. Man pflichtet dem Komponisten bei und resümiert: „In Oostfreesland is't am besten”.

In der Broschüre „Die Nordseeküste“ findet man im Übrigen eine Übersicht über die Lage einiger „Stationen“ der Küstentour.

Frank Brüling

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